Gründungsphase:
Im Herbst des Jahres 1911 wurde der FC Olympia Bocholt 1911 e.V. aus der Taufe gehoben. Bis heute hat der Verein ohne Zusammenschlüsse mit anderen Vereinen seinen Namen behalten und gilt daher als der älteste Klub im westfälischen Bocholt. Die erste Zeit des Vereins war geprägt von den Kriegswirren und den damit verbundenen fehlenden Spielmöglichkeiten.
Entwicklung im und nach dem 2. Weltkrieg:
Nahezu mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Spielbetrieb eingestellt. Viele Mitglieder des Vereins wurden zum Wehrdienst eingezogen und über 60 aktive Spieler fielen. Hinzu kam der Verlust des eigenen Sportplatzes sowie sämtlicher Sportgeräte, des Archivs sowie der Vereinsfahne. Dennoch wurde bereits im Jahr 1949 der Spielbetrieb wieder aufgenommen.
Länderspiel am Hünting:
Am 19. September 1956 kam es im Stadion des FC Olympia zu einem Länderspiel der Amateurauswahlmannschaften des Deutschen Fußballbundes und der Niederlande. Vor 15.000 Zuschauern besiegte die DFB-Elf die Niederländer unter den Augen des damaligen Bundestrainers Sepp Herberger mit 4:1.
Größte Erfolge:
Der Verein entwickelte sich von Beginn der 70er Jahre an hin zu einer der stärksten Amateurteams der Bundesrepublik Deutschland. Seit dieser Zeit war der Verein dauerhaft in den höchsten Amateurligen vertreten.
Im Jahr 1976 erreichte der Verein die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal. Nach einem 4:4-Unentschieden beim Bundesligisten Tennis Borussia Berlin unterlag der Klub im Wiederholungsspiel in Bocholt (1:1) erst nach einem Elfmeterschießen. Einer der größten Erfolge des Klubs war zudem der Gewinn der Niederrhein-Meisterschaft 1977/78 und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur damaligen 2. Bundesliga Nord im Jahr 1978.
Große - auch überregionale - Beachtung fanden die Ortsderbys gegen den 1. FC Bocholt. Beide Vereine spielten lange Zeit in der damals höchsten deutschen Amateurliga, der Oberliga. Die Begegnungen wurden teilweise von bis zu 15.000 Zuschauern verfolgt. Spätestens ab den 80er-Jahren war der FC Olympia hinter dem Ortsrivalen nur noch die Nummer zwei in der Stadt. Aufenthalte in der Oberliga waren nur noch von kurzer Dauer.
Aktuelle Entwicklung:
Im Mai 2006 stieg die erste Mannschaft nach nur einem Jahr aus der Verbandsliga Niederrhein ab. Zu Beginn der Spielzeit 2006/2007 wurde der Landesligist vom ehemaligen Bundesligaspieler Werner Buttgereit trainiert. Nach nur wenigen Spielen trat er jedoch zurück, nachdem sich der gewünschte Erfolg nicht einstellen konnte. Leo Ricken, früherer Oberligaspieler des 1. FC Bocholt, übernahm schließlich das Traineramt und schaffte den Klassenerhalt.
In der Saison 2008/2009 folgte in der Relegation der unglückliche Abstieg in die Bezirksliga. Damit verbunden war ein großer Aderlass an Spielern, Vorstandsmitgliedern und Sponsoren, sodass sich der Verein zeitweise in einer bedrohlichen Schieflage befand.
In einer schwierigen Übergangsphase stampfte der neue Trainer Marco Scholten eine fast komplett neue 1. Mannschaft aus dem Boden, welche in der Saison 2009/2010 das Ziel hat den Abwärtstrend zu stoppen, den Klassenerhalt zu schaffen und die Grundlage für einen Neubeginn zu bilden.
Im August 2009 wurde in einer ausserordentlichen Versammlung, mit großer Zustimmung, ein neuer Vorstand um den Präsidenten Stefan Schmeink, den Schatzmeister Guido Helten und den Geschäftsführer Dirk Harbring gewählt.
Im Januar 2010 wurde Dirk Juch neuer Trainer der 1. Seniorenmannschaft. Ab dem 01.04.2010 ist Dirk Juch auch als Sportlicher Leiter des FCO tätig.
Im März 2010 fand die Jaheshauptversammlung statt. Hier wurde eine neue Vereinssatzung verabschiedet und eun Vorstand gemäß der neuen Satzung gewählt. Gewählt wurden: Stefan Schmeink (Präsident), Guido Helten (Schatzmeister), Hans Terwege (Geschäftsführer), Peter Krause (Spielbetriebsleiter), Hansi Tenbusch (stellver. Schatzmeister) und Dirk Harbring (sellvertr. Geschäftsführer).


