Mit Moral hat Olympia am Ende noch einen Punkt im Heimspiel gegen Lankerns Dritte retten können, trotzdem hätten es gegen diesen Gegner drei Punkte sein müssen.
Die erste Halbzeit fing für die Grünen gut an: Der FCO spielte etwas besser und generierte Torchancen. Zum 1:0 traf Peter Ciroth. Nach einer Ecke klärte Lankern unzureichend, sodass der Ball Ciroth vor die Füße fiel, er zog aus sieben Metern ins obere rechte Eck ab.
In der folgenden Phase versäumte es die Dritte, der diesmal 14 (!) Spieler fehlten, klare Torchancen zu nutzen oder gefährliche Situationen besser auszuspielen. Die beste Gelegenheit hatte Altherren-Aushilfe Robert Liebrand, der nach einem Abpraller den Ball nur hätte einschieben müssen. Immer wieder gefährlich wurde es nach Freistößen von Thomas Schmeinck. Die meist flachen Schüsse konnte der Torhüter schlecht einschätzen. So auch beim 2:0, als Schmeinck aus 23 Metern flach ins Eck schoss. Doch auch während dieser guten Offensiv-Phase war schon sichtbar: Olympia war defensiv zu leichtfertigt – oft blieben vier, fünf Spieler vorne stehen. So kam Lankern immer wieder nach vorne und schoss den Anschlusstreffer, bei dem ein Angreifer von Links einen Ball glücklich ins lange Eck schoss. Beim 2:2 übersah der Schiedsrichter ein klares Handspiel der Lankerner, in dessen Folge der Ball im Fünfer eingenetzt wurde. Ärgerlich: Die Heimmannschaft hätte 3:0 oder 4:0 führen müssen und nun stand's 2:2.
Im zweiten Durchgang wurde der Schlagabtausch noch wilder. Vor allem Peter Ciroth wollte den Ball mit aller Macht ins Tor zwingen. Dabei hatte er bei einigen Torabschlüssen Pech und es fehlten nur Zentimeter. In einigen Situationen hätte er quer legen müssen. Darunter litt vor allem Thomas Krämer: Der Mittelstürmer hätte in seinem letzten Spiel für die Grünen (er wechselt zum Karriereende noch einmal zu seinem Heimatclub Stenern) gerne noch ein Tor geschossen, bekam dazu aber kaum Gelegenheiten.
Es musste wieder ein Freistoß her für das 3:2. Schmeinck schlug aus dem Halbfeld einen gefährlichen Aufsetzer in den Strafraum. Sascha Pelzer baute sich mit seiner ganzen raumerfassenden Macht vor dem Torhüter auf, der prompt daneben Griff. Stefan Hebing hatte gelauert und druckte (vermutlich) den Ball noch über die Linie (vielleicht war er auch schon hinter der Linie). Die Grünen waren zwar dominanter, erlaubten sich aber immer wieder Nachlässigkeiten, die zu Konter führten. Torwart Arne Kreilkamp musste einige Male klären. Dennoch führten diese Konter zu zwei Tore für Lankern. Zunächst harmlose Situationen hatte der FCO unterschätzt und – puff – zappelte der Ball im Netz.
Olympia III ließ nicht nach und warf alles nach vorne. Auch Libero Hendrik Termath hielt es nicht mehr hinten. In der 90. Minute brachte er den Ausgleich. Wieder wurde ein Ball in den Strafraum geschlagen. Thomas Krämer kam per Kopf an den Ball, weshalb dieser dem Torhüter durch die Arme flutschte. Termath stand bereit – Tor! In der Nachspielzeit hatte Robert Liebrand den Sieg auf dem Fuß, schoss aber daneben.
Aufstellung: Arne Kreilkamp – Hendrik Termath – Mark Hümmelink, Sascha Nübel – Karsten Heckers, Peter Ciroth, Sascha Pelzer – Thomas Schmeinck (75. Matthäus Mikolaszek), Robert Liebrand (45. Hannes Frankenberger/89. Robert Liebrand), Stefan Hebing (66. Björn van Waasen) – Thomas Krämer
Tore: 1:0 Peter Ciroth (7.), 2:0 Thomas Schmeinck (26.), 2:1 (29.), 2:2 (35.), 3:2 Stefan Hebing (55.), 3:3 (60.), 3:4 (73.), 4:4 Hendrik Termath (90.)
Bericht: Marco Virgillito
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