Der im Raum Bocholt weltberühmte kleine Biemenhorster Ascheplatz – mal wieder ist Olympias Dritte auf dem speziellen Geläuf nicht gut zurecht gekommen. Die mit Spielern aus der 1. Mannschaft verstärkte Truppe von Biemenhorst IV hat verdient gegen die Grünen gewonnen. Die Heimmannschaft hatte die besseren Chancen, spielte den durchdachteren Fußball und war kämpferisch mindestens ebenbürtig.
In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ausgeglichener, auch wenn Biemenhorst öfter in der Hälfte der Grünen war als umgekehrt. Biemenhorst hatte den Wind im Rücken, was sich etwa bei einem Eckball, den der Heimspieler direkt aufs Tor brachte, fast bezahlt gemacht hätte. Torwart Frank Haßhoff reagierte hier und auch in anderen Szenen gut. Nach einem Einwurf von Thomas Schmeinck köpfte Marco Virgillito knapp am Pfosten vorbei – die beste Chance der Gäste. Die Führung fiel nach einem Eckball: ein Pingpong-Tor. Sascha Pelzer blockte den Kopfball des Angreifers auf der Linie noch ab, aber der Stürmer konnte sofort wieder abstauben. Biemenhorst hatte noch eine weitere 100-prozentige Chance, die sie kläglich vergaben.
Im zweiten Durchgang verlor das Spiel der Grünen an Kontur. Das allgemeine Durcheinander verschaffte dem FCO zwar einige Torchancen (die etwa Thomas Krämer, Dragan Kolundzija, Peter Ciroth und Marco Virgillito vergaben), aber Biemenhorst war gefährlicher – kombinierte sich zum 2:0 und packte zum 3:0 einen flatternden Sonntagsschuss aus 25 Metern aus. Zwei, drei weitere gute Gelegenheiten ließen auch Biemenhorster liegen.
Ansonsten stand nur der Schiedsrichter im Mittelpunkt der zweite Hälfte. Konsequent (sechs Mal) gab er nach einem Foulspiel Freistoß und eine gelbe Karte für den gefoulten (!) Spieler, der nachdem er was auf die Knochen bekommen hatte, aufschrie. Eine eigentlich harmlose Reaktion (zum Beispiel Sascha Pelzer: „Was war das jetzt?“), brachte immer wieder Verwarnungen ein. So brachte der Schiedsrichter totale Unruhe ins Spiel. Keine der beiden Mannschaften wurde eindeutig benachteiligt, aber die Emotionen kochten hoch. So steigerten sich die Aggressionen und Provokationen der beiden Mannschaften gegen einander. Völlig unnötig!
Marco Virgillito gelang mit dem Schlusspfiff der Ehrentreffer aus einem Durcheinander im Strafraum. Der Torschütze bekam nach Abpfiff noch die rote Karte, weil er zum gegnerischen Libero gesagt hatte „Provozier' mich nicht!“ Auch das passte zu der Linie des Unparteiischen.
Aufstellung: Frank Haßhoff – Henrik Termath – Karsten Heckers, Sören Helten – Peter Ciroth, Carsten Prangen, Sascha Pelzer – Thomas Schmeinck, Björn van Waasen (45. Dragan Kolundzija), Julian Grübel (45. Thomas Krämer) – Marco Virgillito
Tore: 1:0 (25.), 2:0 (55.), 3:0 (65.), 3:1 Marco Virgillito (90.)
Rote Karte: Marco Virgillito (nach Abpfiff)
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